Oban
Besonderheiten
Von Glasgow kommend auf der A82 in Richtung Norden, das Loch Lomond links liegen lassen. In Crianlarich auf der A82 in Richtung Fort William weiterfahren. Nach nur 10 Kilometern in Clifton auf die A 85 nach links abbiegen und dann durch das Glen Lochy Richtung Oban. Einen kurzen Stopp beim Kilchurn Castle und dem wunderschönen Loch Awe und nach 50 Kilometer ist man in Oban.
Die Destillerie steht inmitten der Stadt, von der Hafenstrasse umrundet und den Rücken an eine steile Felswand angelehnt.
Oban sprich: >Oban< bedeutet soviel wie „Kleine Bucht“
Oban ist einer von Diageo´s 6 Classic Malts und war lange Zeit der zweitbest verkaufte Malt von Diageo (nach Lagavulin). Erst als die Whiskyfreunde die rauchigen, torfigen Malts zu bevorzugen begannen, wurde Oban von Talisker auf den dritten Platz verwiesen. Mit ungefähr 35.000 Besuchern pro Jahr ist auch hier die Oban Destillerie hinter Talisker gereiht. Oban hat aber nicht nur die Brennerei als Sehenswürdigkeit: Eine, dem römischen Kolosseum nachgebaute Steinruine, die direkt über der Oban Destillerie gebaut wurde, ist ein weiterer Anziehungspunkt in diesem kleinen Städtchen an der Westküste Schottlands.
Oban wird mit seinen knapp 8.500 Einwohnern auch gerne als Tor zu den Inseln bezeichnet. Von hier aus kann man die ganze Vielfalt und Schönheit der Hebriden kennen lernen.
Historisches
Im Jahre 1793 haben die Brüder John und Hugh Stevenson die Oban Destillerie gegründet. In den Gebäuden, in der vorher eine Brauerei gearbeitet hat, haben die beiden Brüder nun die Oban Whiskydestillerie errichtet. Deren Firma nannten sie Oban Brewery Company.
| 1794 |
Die Produktion beginnt. |
| 1820 |
Hugh Stevenson stirbt. |
| 1821 |
Hugh Stevensons Sohn, Thomas, der gerade aus Buenos Aires zurückkehrte, übernimmt die Firma. |
| 1822 |
Thomas Stevenson kauft auch noch die letzten Anteile der Oban Brewery Company und wird somit zum Alleineigentümer. |
| 1829 |
Eine Reihe von Fehlinvestitionen zwingen Thomas Stevenson den Konkurs anzumelden. Sein Sohn John übernimmt die Leitung der Oban Destillerie. |
| 1830 |
John kauft von Schuldnern seines Vaters die Oban Destillerie um 1.500 Pfund |
| 1866 |
Peter Cumstie aus Oban kauft die Brennerei. |
| 1883 |
Peter Cumstie verkauft Oban an James Walter Wiggins, der die Destillerie auch modernisiert und renoviert. |
| 1898 |
Die Oban & Aultmore-Glenlivet Co. mit Alexander Edwards an der Spitze übernehmen die Destillerie. Diese Company ist ein Zusammenschluss von John Dewar & Sons, James Buchanan & Company und auch White Horse Distillers. |
| 1923 |
Die Oban Distillery & Co. im Besitz von Buchanan – Dewar übernimmt die Destillerie. |
| 1925 |
Buchanan – Dewar wird Teil der Distillers Company Limited (DCL), die die Lizenz von Oban an deren Tochterfirma John Hopkins & Co. übertrugen. |
| 1930 |
Die Verwaltung von Oban wird von den Scottish Malt Distillers (SMD) |
| 1931 |
Die Produktion von Oban wird eingestellt. |
| 1937 |
Die Produktion wird wieder aufgenommen. |
| 1972 |
Nach 4 Jahren der Renovierung der Oban Destillerie wird sie wiedereröffnet. Inzwischen ist auch das Mälzen auf dem eigenen Malzboden eingestellt worden. |
| 1979 |
Oban 12 years wird auf den Markt gebracht. |
| 1988 |
United Distillers bringen die sogenannten 6 Classic Malts auf den Markt. Oban 14 years ist der Vertreter der westliche Highlands. |
| 1989 |
Ein Besucherzentrum wird in Oban eröffnet. |
| 1998 |
Die Distillers Edition von Oban, ein Amontillado Fino Sherry finished wird abgefüllt. |
| 2004 |
Ein 20 jähriger Malt in Fassstärke (1984) wird auf den Markt gebracht. |