Bruichladdich
Besonderheiten
Die Bruichladdich Destillerie steht auf der südlichsten Insel der Hebriden, auf der Insel Islay (sprich: >Eila<) direkt am Ufer des Loch Indaal. Fast gegenüber der Bowmore Destillerie, war die Bruichladdich Destillerie für sehr lange Zeit die westlichste Brennerei in ganz Schottland. Mittlerweilen hat die Kilchoman Destillerie, diesen Status. An der Westküste zum Atlantik gelegen ist Kilchoman seit 2005 die westlichste Brennerei Schottlands.
Bruichladdich sprich: >bruchladdie< bedeutet soviel wie „Strand-ecke“
Vom Festland kommend, nimmt man die Fähre von Kennacraig . Auf der Insel angekommen, Richtung Brigent und biegt dort nach Westen - Richtung Port Charlotte ab. In 15 Meilen, dann ist man auf dem südwestlichsten Zipfel der Insel am Rhinns Point. Nur die Hälfte der Wegstrecke reicht, um kurz vor Port Charlotte direkt an Bruichladdich vorbeizukommen. Die Destillerie war bereits 5 Jahre eingemottet, als der Wein- und Whiskyhändler Mark Reynier im Dezember 2000 Bruichladdich gekauft hat. Durch den absolut professionellen Zugang zu Marketing schaffte es Bruichladdich bereits im Jahre 2004 einen Gewinn von 200.000 Pfund zu erwirtschaften. Einen sehr großen Anteil am Erfolg von Bruichladdich hatte aber natürlich deren Managing Director James (Jim) McEvan. Jim ist sehr lange Zeit Destillerieleiter von Bowmore gewesen, und ist einer der wichtigsten Botschafter für die Whiskyindustrie überhaupt. Die Malts von Bruichladdich sind nicht so torfig und rauchig, da das Wasser, das aus den Rhinnes of Islay fließt, sehr wenig torfig ist, und auch die Gerste, die in der Port Ellen Mälzerei erzeugt wird, hat einen sehr geringen Torfanteil. Eine tolle Idee von Jim McEvan wurde erstmals im Jahre 2004 abgefüllt. Ein Malt mit dem Namen 3D. 3D steht für 3 verschiedene Whiskies, die nicht nur in verschieden Fässern gereift sind, sondern auch unterschiedlich lange, und mit einem unterschiedlich hohem Torfgehalt. ( 5ppm, 25ppm und 40ppm). So hat Bruichladdich und Jim McEvan immer wieder Neuigkeiten auf Lager, die den Whiskyfreund faszinieren. Wie zum Beispiel eine der letzten Ideen: Ein Bruichladdich, der dreimal gebrannt wurde. (ähnlich wie Auchentoshan und Hazelburn von Springbank) dieser Malt wird Trestarig genannt werden und in absehbarer Zeit auch abgefüllt werden.
Historisches
Im Jahre 1881 hat Barnett Harvey die Bruichladdich Destillerie gebaut. Die Familie Harvey besitzt bereits die Brennereien Yoker und Dundashill.
| 1886 |
Die Bruichladdich Distillery Company Ltd. wird gegründet, und umfangreiche Umbauarbeiten beginnen. |
| 1889 |
William Harvey wird Manager der Bruichladdich Destillerie, und bleibt auf diesem Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1937. |
| 1929 |
Die Bruichladdich Destillerie wird kuzzeitig geschlossen. |
| 1936 |
Die Brennerei wird wieder eröffnet. |
| 1938 |
Joseph Hobbs, Hatim Attari und Alexander Tolmie kaufen die Bruichladdich Destillerie um 23.000 Pfund durch eine Firma namens Train & McIntyre. |
| 1952 |
Bruichladdich wird an Ross & Coulter aus Glasgow verkauft. |
| 1960 |
A.B. Grant kauft Ross & Coulter. |
| 1961 |
Die Produktion auf der eigenen Mälzerei wird eingestellt, und nun kommt das Malz von der Port Ellen Mälzerei. |
| 1968 |
Invergordon Distillers übernehmen die Bruichladdich Destillerie. |
| 1975 |
Die Anzahl der Stills in Bruichladdich wird auf vier verdoppelt. |
| 1983 |
Die Bruichladdich Destillerie wird wieder einmal geschlossen . |
| 1993 |
Whyte & Mackay kaufen die Invergordon Distillers Gruppe. |
| 1995 |
Die Bruichladdich Destillerie wird zusammen mit den „Schwesterbrennereien“ Tamnavulin und Tullibardine eingemottet, und die Gerüchte besagen, dass die Brennerei auch schon bald abgerissen werden wird. |
| 1998 |
Für ein paar Monate wird die Produktion wieder aufgenommen, dann wird Bruichladdich wieder eingemottet. |
| 2000 |
Nach einigen Jahren des Versuches, gelingt Murray McDavid endlich der Kauf der Bruichladdich Destillerie von JBB (Greater Europe) früher Whyte & Mackay Group, um 6,5 Mio Pfund. Mehr als 1,4 Mio Liter Alkohol aus dem Jahre 1964 und jünger sind im Kaufpreis inbegriffen. |
| 2001 |
Jim McEvan, der ehemalige Destillerie Manager von Bowmore wird Produktions Direktor. Am 29. Mai wird Bruichladdich offiziell eröffnet, und um 8.26 Uhr kommt der erste „New Spirit“ (Port Charlotte mit 40ppm) ins Fass. Der traditionelle Bruichladdich wird erstmals im Juli gebrannt. |
| 2002 |
Der weltweit torfigste Whisky wird im Oktober produziert. Es ist der Octomore und weist einen Phenolanteil von 80ppm auf. |
| 2003 |
Die Bruichladdich Destillerie wird zum zweiten Mal zur Destillerie des Jahres gewählt, und ist die einzigen Destillerie auf Islay, die eine eigene Abfüllanlage hat. |
| 2004 |
Die zweite Auflage des Bruichladdich 20 years wird abgefüllt. Die 20 Jahre im Bourbonfaß werden durch 5 wöchiges Nachlagern (finishing) in einem Rotweinfaß (Mouvédre) abgerundet. Der leicht rosarote Malt heißt Flirtation. Ebenfalls auf den Markt kommt 3D - auch bekannt unter dem Namen The Peat Proposal. |
| 2005 |
Es werden wieder einige Abfüllungen vorgestellt: die zweite Auflage des 3D, Infinity (ein Mix aus 1989, 1990, 1991 und Port Charlotte), Rocks, Legacy Serie 5, The yellow Submarine und The Twenty Islands. |
| 2006 |
Der Port Charlotte wird im Herbst zum ersten Mal offiziell abgefüllt. (PC5) |
| 2007 |
Und noch mehr Abfüllungen kommen auf den Markt: Redder Still, Legacy Serie 6, zwei neue Links, PC6 und ein 18 jähriger. |