Port Ellen
Besonderheiten
Die Port Ellen Destillerie steht an der Südküste der Insel Islay (sprich: >Eila<). Die Insel Islay ist die südlichste Insel der Hebriden und nur mit der Fähre zu erreichen. Auf der Höhe von Glasgow - an der Westküste Schottlands gelegen - ist Islay berühmt und auch berüchtigt für seine rauchigen Whiskies.
Die Port Ellen Destillerie sprich >portellen< steht in der gleichnamigen Hafenstadt Port Ellen, und besteht heute nur mehr für die Herstellung von Malz für die anderen Brennereien auf Islay.
Es ist ganz natürlich, dass die Schließung einer Destillerie besonders jene sehr hart trifft, die deren Whisky als den Lieblingsmalt auserkoren haben. Für eine Handvoll von Brennereien gilt das aber nicht. Deren Schließung hat fast alle Whisky-Enthusiasten hart getroffen, wie z.B. Brora, Rosebank und speziell auch Port Ellen. Seit im Jahre 1983 die Port Ellen Destillerie eingemottet wurde, sind halbjährlich Gerüchte aufgetaucht, dass diese Brennerei wiedereröffnet wird. Leider werden sich diese Gerüchte wohl nicht mehr verifizieren. Die Geräte sind aus der Brennerei geschafft, und ein Grossteil der Anlage ist zerstört. Nur die Mälzerei, die 1987 kommisioniert wurde, bleibt bestehen und beliefert alle Brennereien auf Islay mit dem Malz.
Niemand , ausser deren Besitzer Diageo, kann mit Sicherheit sagen, wie viel Whisky noch in den Lagerhäusern von Port Ellen lagert. Manche behaupten es sei nur noch wenig, und das könne man auch am Preis ablesen. Jedenfalls gibt es mittlerweilen die 6. Auflage des Port Ellen cask strength und einige unabhängige Abfüller füllen immer wieder Port Ellen ab.
Historisches
Im Jahre 1825 hat Alexander Kerr Mackay mit Unterstützung von Walter Campbell die Port Ellen Destillerie gegründet. Als Mackay bereits nach einigen Monaten in finanzielle Schwierigkeiten gerät, übernehmen 3 Verwandte von ihm die Port Ellen Destillerie. Es sind dies John Morrison, Patrick Thomson und George Maclennan.
| 1833 |
John Ramsay, aus Glasgow, ein Cousin von John Morrison übernimmt die Port Ellen Destillerie. |
| 1836 |
John Ramsay wird Pächter der Port Ellen Destillerie und pachtet die Brennerei vom Laird of Islay. |
| 1892 |
Ramsay stirbt und vererbt die Port Ellen Destillerie an seine Frau Lucy. |
| 1906 |
Lucy Ramsay stirbt und ihr Sohn Capitain Ian Ramsay übernimmt Port Ellen. |
| 1920 |
Ian Ramsay verkauft Port Ellen an Buchanan-Dewar die die Administration an die neu gegründete Port Ellen Distillery Co. Ltd. überträgt. |
| 1925 |
Buchanan-Dewar fusioniert mit Distillers Company Limited (DCL). |
| 1929 |
Die Produktion in der Port Ellen Destillerie wird gestoppt. |
| 1930 |
Die Administration von Port Ellen wird an Scottish Malt Distillers (SMD) übertragen, und die Brennerei wird eingemottet. |
| 1967 |
Die Produktion in Port Ellen wird wieder aufgenommen, nachdem die Brennerei vergrößert und renoviert wurde. Statt bisher 2 werden nunmehr 4 Brennblasen (Stills) eingesetzt. |
| 1973 |
Eine große „Trommelmälzerei“ wird installiert. |
| 1980 |
Die Königin Queen Elisabeth besucht die Port Ellen Destillerie und aus diesem Anlass wird eine Spezialabfüllung angeboten. |
| 1983 |
Die Port Ellen Destillerie wird wieder eingemottet. |
| 1987 |
Die Port Ellen Destillerie wird für immer geschlossen, aber die Mälzerei bleibt weiter bestehen, und sie beliefert alle Brennereien auf Islay mit Malz. |
| 1998 |
Ein Port Ellen 1978 (20 Jahre alt) wird als „Rare Malt“ von Diageo auf den Markt gebracht. |
| 2000 |
Ein weiterer Port Ellen 1978 (22 Jahre alt) wird als „Rare Malt“ vorgestellt. |
| 2001 |
Port Ellen cask strength first edition wird abgefüllt und auf dem Weltmarkt vorgestellt. Dieser first edition folgen in den nächsten Jahren weitere Abfüllungen. |
| 2005 |
Die 5 Abfüllung des Port Ellen cask strength wird auf den Markt gebracht. |